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Englischer Fußball live - meine

date: 14th september | 23:00 h

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Ob Wochenenden in Deutschland oder hier in England, die Tatsache, dass sie die schönste Zeit der gesamten Woche sind, bleibt auf jeden Fall bestehen. Derzeit jedoch, wertet die Tatsache, dass ich mich gerade in England befinde und hier alles wunderschön entspannt und ganz neu ist, meine Freitage, Samstage und Sonntage erheblich auf. Vielen Dank dafür, Vereinigte Königreich.

Freitags, so ist Tradition, waren wir mal wieder in Whitstable am Hafen, beziehungsweise Strand. Mit dabei natürlich Sidika, Philipp, Katharina, Cecile(DK) und Esther(NL). Am (Stein-)strand Whitstables genossen wir den doch etwas frischen, aber schönen Abend an der Nordsee. Dabei begegnete uns zum Beispiel Hund „Seamus“, ein äußerst hässlicher, aber aufgeweckter Hund, der gefühlte 20 mal an uns vorbeilief und dessen Frauchen sich freute, uns 20 mal zu sehen. „Seamus“ ... Überhaupt scheint es hier in England Tradition zu sein, oder zumindest zum guten Ton zu gehören, seinen Hunden (mit denen übrigens niemand außer am Sonntag Gassi geht) die skurilsten Namen zu geben. Schön, mit dem Rufnamen „Sniffey“ hat das verfressene Hündchen meiner Familie noch echt Schwein gehabt, aber S’s Gasthund namens „Zyter“, der nichts besseres zu tun hat, als sich dauernd auf meinen empfindlichen Fuß zu stellen, ist wirklich exotisch. Zurück zum Freitagabend. Gegen 10.30 p.m. flossen so langsam alle auseinander, die einen, weil ihnen die Lust fehlte, die andern wegen Müdigkeit (um später bis 4 Uhr nachts mit L zu facebooken). Wie dem auch sei, war es ein toller abend mit tollen Menschen!

Der Samstag  verlief relativ entspannt. Zusammen mit S ging es via Bus nach Margate, einer etwas verwahrlosten Stadt nähe Whitstable mit tollem Sandstrand, einigen Läden sowie Primark (falls nicht bekannt: Onkel Google fragen!). Dort trafen wir L und G, zwei englische Jungs aus unserem Jahrgang, das Vergnügen haben gemeinsam mit uns Design Technology Higher zu haben (hihi). Zudem waren noch einige andere, zum Teil unbekannt, aber durchweg englische Gesichter mit von der Partie. Während wir die Engländer bei McDonalds absetzten, widmeten wir uns der femininen Lieblingsbeschäftigung: Shoppen! Und tatsächlich fanden wir auch das ein oder andere (für Pound-Verhältnisse sehr preiswerte) schöne Teil. Vollgepumpt mit Serotonin, dem Schokoladenhormon (was eine bescheuerte Bezeichnung), trafen wir die andern wieder am Strand. Da zeigte sich erneut, dass Engländerinnen in vielen Hinsichten, sich absolut von den Deutschen unterscheiden. Zwei von ihnen nämlich, tauschten in Windeseile ihre Shorts und Shirts gegen Bikini ein und das ist kein Scherz. Schwupps, da waren die beiden schon im Wasser und S und ich am bibbern (Vielleicht haben sie uns ihre Kälte einfach übertragen und unsere innere Wärme aufgenommen? Klingt paradox!).

Abends musste ich S erneut ertragen ( Scherz :-) ), da hieß es Mädchenabend, obwohl wir untypischsten Dinge für Mädels gemacht haben. Nach einer 45 minütigen Regenfahrt auf meinem Fahrrad und den komplett falschen Abzweigungen erreichte ich letztlich endlich S‘ Haus, die derzeit von einer Studentin „betreut“ wird, da ihre Gastfamilie Spaß daran fand, in den Urlaub zu fahren. Im gemütlichen Heim, mit dem ungemütlichen und äußerst hässlicheim Urlaub ist. Ich wurde zunächst von S übel bei Wii abgezockt (Ohne Flax, ich bin die die schlechteste Mario-Kart-Fahrerin aller Zeiten!!!). Da wir nicht zur Kategorie der Gamejunks gehören, fuhren wir schließlich, eher aus Langeweile zum nahegelegenen Supermarkt Sainsbury‘s, der nicht ansatzweise so groß und toll ist wie Tesco. Wie gesagt, war dieser Abend von unfraulichen und irrsinnigen Aktionen geprägt, so zum Beispiel, hatten wir unseren ersten Mc Drive mit dem Fahrrad, bei Regen, auf der verkehrten Seite, in England für einen 99 p teuren Cheesburger. Und ja: das ist ein Erlebnis, das auf die Liste der 10 Dinge gehört, die man vor seinem Tod tun sollte!

Am nächsten Morgen, Sonntagmorgen um genau zu sein, war es dann so weit: ich sollte endlich meinen ersten englischen Fußball sehen, und zwar Whitstable gegen Puckelmuckel (der Name ist mir leider entfallen). Luke, der Stürmer bei Whitstable war, galt es schließlich anzufeuern. Wenig enthusiastisch und etwas fehl am Platze, saßen wir, S, P, Stephan und ich, auf dem schönen grünen Rasen und betrachteten ein zugegebenermaßen äußerst langweiliges 3:2 für Whitstable. Dennoch: Das war mein erster englischer Fußball und bestimmt nicht der letzte (es ist amüsant, sich lästernde Kommentare von deutschen, 17jährigen Handballern anzuhören).

Wie nach jedem schönen Wochenende folgt an dem darauffolgenden Montag wieder die Schule. Der Tag begann mit Maths Standard bei einem mexikanischen Lehrer namens Mr Duran (1452561 x in einer Std „Is that okay, people?“ ), wo ich jedoch nicht lang blieb denn kurz darauf wurde ich auch schon wieder aus dem Unterricht genommen um wie gewünscht in den Studies Kurs zu wechseln. Zur Erklärung: Mathematics Higher Level ist oberstes Niveau, Maths Standard die Mittelstufe und Maths Studies für Volldeppen, die keine Lust auf Zahlen haben. Also war letzteres genau der richtige Kurs für mich, der zugegebener Weise mehr als einfach ist. Aber immerhin bin ich hier um meine Zeit zu genießen, in Deutschland werde ich eh und eh arbeiten müssen um dranzubleiben. Design Technology, ein weiteres meiner Higher Level, ist großer Spaß und beinhaltet hauptsächlich Product Design, was so viel bedeutet wie eine Mischung aus Werken, Marketing, Wirtschaft, Kreativität. In diesem Kurs sind S, Alexandra und ich die einzigen Deutschen und haben uns direkt den 2 Term – Bonus geordert (bedeutet so viel wie dauernde Gruppenarbeit, weil wir das IB nicht machen – übersetzt: Zeit genießen und entspannen). French als Higher Level ist schwieriger als gedacht und von Deutschen besiedelt. Madame Radix, ihres Zeichens britische Franzelehrerin,ist streng, aber man lernt eine Menge. Dieses Fach wird wohl das einzige sein, in dem ich mich wirklich anstrengen muss und das mir helfen wird, mich in meinem Französischkurs bei der netten Frau Kerber nicht vollends zu blamieren.

Endlich um 6.00 p.m. zuhause angekommen, gab es Dinner und kurz darauf wurde während meiner großartigen Bügeleinheit (na schön, Mama kann bedeutend besser bügeln :-P ) mit meiner lieben Miriam geskypt :-). Fühl dich auf diesem Weg von mir gedrückt, ich vermiss dich!

Heute war erneut ein ganz normaler Schultag, der jedoch Psychology beinhaltete, was mein neues Nervfach darstellen wird. Es ist so langweilig, mir sind heute fast die Ohren abgefallen. Vielleicht möchte ich nicht alles über den Menschen wissen. Zu neugierig zu sein und alles herauszufinden, zerstört immerhin den Reiz am Unbekannten (ich hätte Philosophie wählen sollen).

Morgen werde ich wohl noch einige Fotos, die am Wochenende entstanden sind in die Gallerie einfügen und es würde mich sehr freuen, wenn die Lesefaulen (die höchstwahrscheinlich bis hier hin nicht gelesen haben) mir eine Rückmeldung für die extreme Kurzfassung geben würden. :-)

Bis dahin,                                                                    

Cheers

Bianca

14.9.10 23:00
 


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