Cheers, guys! 7 months in England. b {color:#000000;} i {color:#000000;} u {color:#000000;}
„England hat gegen Amerika klar die Nase vorn“

date: 7th oct 10 | 20.56 h

Eine sehr willkürliche Aussprache, wenn man bedenkt, dass meinereins zum jetzigen Zeitpunkt nicht viel weiter als Tunesien oder dem ehemaligen Osmanischen Reich war, aber dennoch höre ich die Frage „Wieso England und nicht Amerika?“ von unglaublich vielen Menschen, quasi vor dem ersten „Hallo Bianca“-Satz. Erschreckend, denn beim direkten Vergleich mit den Staaten, sieht das hübsche Königreich hier alles andere als schlecht aus und genau deshalb sehe mich nahezu gezwungen zu diesem doch sehr heiklen Thema Stellung zu nehmen.. (Vorneweg: ich kann nur ERAHNEN, wie die USA ist, aber vorurteilende Gründe hat doch wohl jeder – wer nicht soll sich bitte umgehend bei mir melden (; ) Arbeiten wir uns langsam oben nach unten und starten bei dem Wetter. Regen ist so das typische britische Wetter, das möchte ich, insbesondere weil es hier seit 2 Wochen ununterbrochen schüttet und grau ist, keineswegs leugnen, aber doch diese kleinen Fehler sind es, die das Charisma, den Charme eines Landes ausmachen, die ihm seine eigene Note verleihen. Dass Regen und grau depressiv machen kann ich hier nirgends zu beweisen finden, die Menschen sind unglaublich freundlich, hilfsbereit und höflich, dass man in bei jeder anderen Landesgruppe Angst hätte, auf einer glibbrigen Schleimspur auszurutschen. Nicht aber bei den Briten, die unheimlich authentisch sind. Amerika ist riesig, da gibt es Alaska und Florida und das Wetter macht eher nicht durch seine typischen Züge, sondern durch Klimakatastrophen Schlagzeilen. 1:0 für England. Die Sprache ist der nächste Punkt, britisches Englisch ist anfangs nicht einfach zu verstehen, aber wunder wunder schön. Es hat etwas cooles, unbekümmertes, die Frauen klingen sehr feminin und im Englisch amerikanischer Filme konnte ich nie erkennen, dass man in diese Sprache so viele Emotionen verpacken kann. Da geht die Stimme nicht so amüsant hoch und runter, als hätte die Dame auf der anderen Straßenseite gerade etwas Seife verschluckt. 2:0 für England. Weiter zum Essen. Gibt es in Amerika hauptsächlich Mc Donalds, Hot Dogs und fettige Donuts glänzt Großbritannien mit unheimlich leckeren Fish and Chips (der Fish im Buttered Fish wird ja wohl gesund sein? Und in Chips waren auch mal Kartoffeln!), Sandwiches (zum Teil mit „Vollkorn“ und eigentlich immer mit Salat!) sowie dem traditionellen Sunday Roast (Gemüse als Beilage!!!), nicht zu vergessen trinkt der Engländer Tee statt fettigem Latte Macchiato Caramel! 3:0 für England. Ich könnte noch so weiter machen bis es 282392737:0 für England steht, aber das wäre zu viel des Guten. Für mich ist und bleibt England ein überragendes Land, europäisch, aber ganz eigen, stilvoll, traditionell, frisch. Außerdem ist das das Land von Shakespeare (gut, das ist kein Argument, der Typ wird bei den ganzen Analysen auch zur Qual), Harry Potter (ooooh ja!), den Beatles (was ist Eminem dagegen?) oder David Beckham. Traut sich jetzt noch jemand dagegen zu wettern? ENGLAND ROCKS!!!

Wochenenden hier in England sind ohne Zweifel noch immer wundervoll, entspannend, aufregend, vorfreudeerregend! Letztes hieß es „Schlendern“ durch Canterbury, die Nachbar-, Studenten- und Barton Court Grammar School- Stadt, die laut Google unglaubliche 160 Pubs besitzt, die am Wochenende absolut überfüllt sind, aber eine typische englische Feier-Stimmung mitbringt, die absolut mitreißend und einmalig ist. Man muss sich einfach eine historische Altstadt vorstellen, geschlossene Geschäfte und dutzende Pubs aneinandergereiht, aus denen Musik, gut gelaunte Stimmen und andauerndes Gelächter dringen, ein Szenarium, das von weiter weg betrachtet, im Rahmen von Fisselregen, der erst durch die Laternen der Fußgängerzone und den Beleuchtungen aus den Lokalen sichtbar wird, einmalig und total charismatisch für England wirkt. Klingt kitschig, hat aber in der Tat unglaublichen Charme. Samstag darauf ging es mit meiner ganzen Gastfamilie zum Shoppen in irgendein Einkaufszentrum in der Nähe, um für Bronwen und Merris neue Stiefel zu kaufen. Einfach gesagt, als getan, wenn beide unbedingt „Clic-Cloc“-Schuhe haben möchten und darauf absolut bestehen. Nachdem Bron ein Paar fand, das Jo jedoch garnicht gefiel, mussten wir sogar noch nach Canterbury fahren um bei Deichmann (Von da habe ich übrigens auch meine Gummistiefel :D) nach weiteren Schuhen zu schauen. Schade nur, dass klackernde Schuhe nicht für Minifüße hergestellt werden, so kamen letztendlich ganz einfach schwarze Kinder-Boots heraus ... Ob ich auch so schwierig war mit 6? ;-)

Ansonsten dominiert Schule hier mein Leben, zwischen Essays, Assesments, Exams und Homework, gibt es eigentlich nur noch die Kaffeemaschine im Commonroom und die Breaks, die man am liebsten entspannt musikhörend verbringt. Die Schüler haben hier eine ganz andere Einstellung zum lernen, so bleiben sehr sehr viele nach der Schule noch im IB-Centre um an den PCs (jeder hat seinen eigenen Account, seine eigene Schul-Email-Addresse, etc) Hausaufgaben oder Recherchen zu betreiben. Klingt extrem, ist hier aber ganz normal und bringt mich, Anti-Lerner, tatsächlich zum Hausaufgaben machen (die werden nämlich in jedem Fach nach jeder Stunde eingesammelt) und zu lernen (TESTS ON MASS!!!). Sowas lerne ich effektives Lernsystem, auch wenn es schon einmal anstrengend sein kann, aber wir sind hier ja auch nich in Amerika (verzeiht!).

Zum Schluss möchte ich mich noch inständig dafür entschuldigen, dass dieser Eintrag so spät kommt, ich hab einfach eine kurze Kreativpause gebraucht. Und bei den Fotos gebe ich mir alle Mühe, nur leider akzeptiert das System derzeit keine Bilder ... Ich arbeite dran!

Wow, kurz vor 9 und ich bin wahnsinnig müde, sieht so aus als würde das ein kurzer Abend werden. Schreibt mir gerne weiter fleißig ins Gästebuch!

 

Good night and cheers

Bianca

 

7.10.10 21:56
 


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